Gelegentlich werden bei Operationen von Zysten und Geschwüren Haar- und Zahngewebe und anderes ortsfremdes Gewebe gefunden. Man sagt, es handelt sich hierbei um den eingewachsenden Zwilling.

Durch die Nabelschnur pulsiert das Blut des werdenden Kindes zum Mutterkuchen und tauscht dort mit der Mutter Nährstoffe, Sauerstoff und Abfallstoffe aus. In dem embryonalen Blutkreislauf schwimmen aber nicht nur weiße und rote Blutkörperchen, sondern auch Zellen, die verschiedene Organe, Haut, Haare, Knochen und Knochenmark bilden können. Wenn sich die beiden Mutterkuchen sehr dicht nebeneinander oder gar überlappend in der Gebärmutter ansiedeln, so kann es auch zu einem Austausch der Zellen unter den Zwillingen kommen, da das Immunsystem noch nicht fertig ausgebildet ist. So hat der eine Zwilling lebenslänglich Zellmaterial vom anderen in seinem Körper eingebaut

 

 

Schon sehr früh im Mutterleib teilen sich die Zwillinge ihre Gehirn-

schwerpunkte auf in:

 

linke Gehirnhälfte △□  

 

  rechte Gehirnhälfte   ♫ ♬      

rationales, analytisches und

mathematisches Denken und

die Fähigkeit zur Abstraktion

  sprachlichen, intuitiven,

  musischen, kreativen und

  emotionsgeladene Bereiche


 

 

Es hilft nach unserer (Austermann) Erfahrung nicht, allein theoretisch zu wissen, dass man einen Zwilling gehabt hat, sondern man muss diese Verbindung zum Anderen und die daraus ergebenden Folgen für das eigene Leben spüren. Nur in Verbindung mit den dazugehörigen Gefühlen hat die Wiederentdeckung des verlorenen Zwillings therapeutisch heilende Kraft. Man hat das Liebste verloren, was man hatte. Dieses muß mit Leib und Seele wieder erfahren und gespührt werden. Die Verlassenheit, die Sehnsucht und der Schmerz brauchen Platz im Herzen. Erinnern an diese unendlich wohlige Innigkeit und das Wiedererleben der Gegenwart des Anderen kann Türen des Verstehen öffnen. Diese Erinnerung ist oft erst einmal unter meterdicken Schutzmauern  verborgen. Diese Schutzmauern bestehen z.B. aus Rationalisieren und Theorisieren, aphatischem Schockzustand, Beziehungssucht, Arbeitssucht, verzerrten und geleugneten Körperempfindungen und vielem anderen mehr. Oft öffnen sich die Schleusen erst dann, wenn diese wohlige Erinnerung wiedererlebt wird. Ein scheinbar endloser Tränenstrom. Wut auf den Anderen, dass er gegangen ist. Schuldgefühle, den Anderen scheinbar getötet oder mehr Glück gehabt zu haben als er. Endlich sickert das Verstehen durch. So viele Situationen im Leben waren geprägt von der Sehnsucht nach dem Anderen und so viele Entscheidungen, die gefällt wurden, wurden auf eine bestimmte Weise getroffen, weil der Andere gefehlt hat. Was heilt ist der innere Kontakt zum Anderen.

 

Zwillinge haben eine besonders tiefe Liebe zueinander. So rein, so innig, so unschuldig vereint und verschmolzen begann die gemeinsame Lebenszeit im Mutterleib miteinander. Jeder hörte das Herz des anderen schlagen, fühlt ihn, legt den Arm um ihn, tritt ihn, spielt mit ihm.

 

Eine wichtige Entdeckung von Wilhelm Reich war, dass Gefühle nicht mehr wahrgenommen werden, in dem sich Muskeln im Körper verspannen. Beispielsweise wird Angst nicht mehr gespürt, indem man die Pomuskulatur zusammenkneift. Bereits der Körper des kleinen Kindes verspannt sich an vielen Stellen chronisch, um bedrohliche Empfindungen abzuschneiden. Dieses dient dem Überleben. Es schränkt aber auch gleichzeitig die Empfindungsfähigkeit ein. Tiefe Gefühle, wie Liebe, Angst, Trauer, Wut und Lust werden dadurch nur noch sehr bedingt wahrgenommen. Schon ein Embryo kann chronische Verspannungen bekommen. Der Greifimpuls nach dem Anderen zum Beispiel kann in chronisch harter Unterarmmuskulatur einfrieren.

Einige alleingeborene Zwillinge befinden sich lebenslänglich in einem permanenten Schockzustand. Was dieses körperlich und seelisch bedeutet, kann man gut bei Menschen beobachten, die einen Unfall erlebt haben. Ein Teil der Person ist wie abgespaltet. Aphatie(Unempfindlichkeit) und teilweise Gefühllosigkeit, wie betäubt, sind mögliche Folgen eines Schockzustandes. Dies ist ein Überlebensmechanismus.

 

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     Das kostbarste Vermächtnis eines  

            Menschen ist die Spur,

     die seine Liebe in unserem Herzen 

               zurückgelassen hat.

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             aktualisiert am 21.11.2017